Maramureș

Der Kreis Maramureș im Norden Rumäniens besteht aus verschiedenen Regionen. Das historische Komitat Maramureș (auf Deutsch früher Maramuresch genannt) mit Sighetu Marmației (Sighet) als Verwaltungssitz stellt den ältesten Teil dar. Durch die natürlichen Grenzen konnte sich diese Region ihren spezifischen Charakter gewahren.

Das Tal ist gänzlich von Bergen umgeben, der höchste Gipfel liegt auf 2.303 Metern. Nach dem Ersten Weltkrieg musste Rumänien den nördlichen Teil von Maramureș an die neu gegründete Tschechoslowakei abtreten und infolge des Zweiten Weltkrieges wurde dieser Teil der Ukraine zugeschlagen. Die Grenze befindet sich heute in Sighetu Marmației und ist für Einheimische wie auch für Ausländer passierbar.                                           

Maramureș ist bekannt für seinen landwirtschaftlichen Charakter. Jede Familie besitzt einen Bauernhof, ein eigenes Stück Land, ein paar Tiere und meist auch einen Obstgarten. Viele Dorfbewohner versorgen sich und ihre Familien mit selbst angebauten Lebensmitteln und anderen Produkten aus eigener Herstellung.

Vor allem im Sommer sieht man viele Bauern auf den Feldern, die mit der Sense Gras mähen, um im Winter Heu für die Tiere zu haben. Pferdefuhrwerke fahren die Pflasterstraßen auf und ab und ganze Familien verbringen die Mittagspause als Picknick auf den Feldern.

Für viele Besucher gehören die traditionsreichen Dörfer zu den größten Attraktionen der Region. Die Dörfer sind bekannt für ihre Holzarchitektur und für das Holzhandwerk. Wenn ihr in eines der Dörfer kommt, fallen sofort die vielen Holzhäuser auf; manche besitzen sogar ein Dach aus Holz und wunderschön geschnitzte Zäune. Daher wird Maramureș auch oft als Land des Holzes bezeichnet.

 

 

Am beeindruckendsten dürften die alten Kirchen sein, die teilweise bis auf das 16. Jahrhundert zurückgehen und unter Schutz der UNESCO stehen.

Viele dieser Kirchen werden heute noch für Gottesdienste genutzt und stehen auch Besuchern offen. Breb, das Dorf in dem sich Babou Maramures befindet, verfügt ebenso über eine traditionelle hölzerne Kirche. Es ist eine der ältesten, die noch genutzt werden.

Neben der Holzkunst finden sich noch weitere traditionelle Handwerke in den Dörfern Maramureș‘. Das Weben und die Töpferei gehören genauso dazu wie das Flechten von Hüten und Körben. Viele Bewohner sind auf ein spezielles Handwerk spezialisiert und besitzen ihr eigenes kleines Atelier im Haus. Gerne gebt ihr auch einen Einblick in ihre Arbeit.

Maramureș bietet aber nicht nur Kultur und Geschichte. Hier verkehrt auch die einzige Eisenbahn in Europa, die noch zur Holzproduktion genutzt wird. Dampflokomotiven, die fast 100 Jahre alt sind, ziehen die Holzzüge den Berg hinauf. Heutzutage finden natürlich auch Touristen ein Plätzchen im Zug.

Ein beliebter Ort der Rumänen ist das Bârsana-Kloster, ein aus Holz erbauter Komplex, der zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. Das Kloster wird derzeit von 14 Nonnen bewohnt und kann auch besichtigt werden.

 

 

An Wochenende und zu Feiertagen verwandelt sich das Kloster in einen Pilgerort, zu dem Menschen aus ganz Rumänien strömen, um an den Gottesdiensten teilzunehmen. Bei gutem Wetter wird die Messe dann unter freiem Himmel abgehalten.

In Săpânța befindet sich der sog. Fröhliche Friedhof. Er gehört zu den zehn meistbesuchten Friedhöfen der Welt und ist vor allem für seine bemalten Holzkreuze bekannt. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.

 

 

 

 

Auch die Marktplätze von Maramureș eignen sich vorzüglich, um das Leben der Einheimischen kennenzulernen. Sie sind ein idealer Ort, um Menschen zu beobachten und die lebhafte Atmosphäre zu genießen – und natürlich um einzukaufen.

 

Jeden Tag werden Märkte in verschiedenen Dörfern abgehalten. Die bekanntesten dürften der Markt in Ocna Șugatag am Donnerstagmorgen und der Viehmarkt in der Nähe von Sighetu Marmației, der jeden ersten Montag im Monat stattfindet, sein.

Egal ob von Dorf zu Dorf, über die Felder oder durch die Wälder und geschützten Gebiete, die Region Maramureș eignet sich bestens zum Spazieren und Wandern. Da es nur wenig Verkehr gibt, kommen auch Radler auf ihre Kosten. Kletterer finden am Gutâi-Berg 38 Kletterrouten.

Im Winter bieten sich die Abfahrten in Cavnic (16 Kilometer von Babou Maramures) zum Ski- und Snowboardfahren an. Scheinwerfer und Kunstschnee ermöglichen das Befahren den gesamten Winter über.

 

Durch den Grenzübergang in Sighetu Marmației ist auch ein Tagestrip in die Ukraine möglich. Gleich nach der Grenze befinden sich die berühmten Salzseen, die vor allem bei Ukrainern und russischen Touristen sehr beliebt sind. Eine Mischung aus ukrainischem Bier, alten Wolgas und russischer Popmusik lässt diesen Ort zu einer unvergesslichen Erfahrung werden. Ebenfalls nahe der Grenze befindet sich der geografische Mittelpunkt Europas.

Schließlich solltet ihr noch den „Anziehungsberg“ besuchen. Lasst einfach eine Wasserflasche oder vielleicht sogar euer Auto den Berg hinabrollen und seht, was passiert…

 

Kontakt     +40(0)362402558 oder +40(0)768397339  info@baboumaramures.com
Adresse     Breb 149   437206 Breb     Maramureș  Rumänien